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Bildbearbeitung

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               3. Tutorial                                                        Portrait-Bildbearbeitung/
               Makeover:                             Portrait-Überarbeitung /                                Retusche
Portrait Makeover Retusche

Einleitung Portrait-Überarbeitung/Makeover: Die Portrait-Retusche bzw. Überarbeitungvon persönlichen Portraits darf wohl als die Königsdisziplin der Bildbearbeitung  bezeichnet werden. Die Möglichkeiten für den oft geäusserten Wunsch "Wie kann ich mich schöner machen?" werden hier erläutert. Um zu überzeugenden Ergebnissen zu gelangen sind Erfahrung und Feingefühl gefragt. Es sind einige Kenntnisse im Umgang mit z. B. Photoshop notwendig um nicht Tage mit unsinnigem Ausprobieren zuzubringen um am Ende trotzdem zu scheitern. Eine Monitorkalibrierung ist vorab sehr zu empfehlen, ebenso einige zwischenzeitliche Probeausdrucke um in der Farbgestaltung gute Ergebnisse zu erzielen. Besonders Schwächen in der Bearbeitung der Haut zeigen sich dann auf dem hochauflösenden Ausdruck.

Wichtig: Das Ausgangsbild darf für einer starke Überarbeitung durchaus Schwächen zeigen und muss nicht zwangsweise unter professionellen Bedingungen entstanden sein, sollte aber mindestens mit 6 Megapixeln aufgelöst sein, jede höhere Auflösung ist willkommen. Zur Umsetzung dieser Anleitung sind gute Basiskenntnisse in dem Programm Photoshop vorausgesetzt. Auch diese umfassendere Bearbeitung ist übrigens in der Programmversion Photoshop 6.0 entstanden, diese Version ist also bereits voll ausreichend, alle höheren Versionen können hierzu aber auch verwendet werden.



1.
Das Ausgangsbild:


Das Ausgangsbild ist farbig im RGB-Modus,
Größe ca 29 x 25 cm / 150 Pixel/Inch.
Das Bild ist etwas verwaschen und farblich leicht verfälscht (leichter Rotstich). Es handelt sich um einen Schnappschuss ohne professionelle Ambitionen.
Genereller Hinweis:
Nach Möglichkeit sollte der RGB-Modus (Lichtfarbmischung für Bildschirmdarstellung) beibehalten werden, eine Umwandlung in den CMYK-Modus (Körperfarbmischung für Offsetdruck) und die Rückwandlung ist nicht zu empfehlen da hierbei  Qualitätsverluste in der Farbtiefe zu erwarten sind. Der RGB-Modus ist für eine spätere Verwendung als Bildschirmdarstellung die erste Wahl.
Für alle Einstellungen sollte unbedingt eine eigene Ebene bzw. Einstellungsebene angelegt werden um spätere Nachkorrekturen und ganze Bearbeitungsschritte leicht rückgängig machen zu können.


Portrait Ausgangsbild


2.
 
Überarbeitung der Hautunreinheiten und Fältchen:

Mit dem Stempelwerkzeug aus der Werkzeugpalette wird  zum Zweck der Korrektur der Hautunreinheiten und Fältchen eine erste grundlegende Überarbeitung von Teint und Haut vorgenommen. Es ist dabei wichtig die Deckkraft immer wieder anzupassen um keine voll deckenden Töne zu erzeugen. Bei diesem Werkzeug ist große Sorgfalt notwendig, werden hier Fehler gemacht sind meist die nachfolgenden Arbeitsschritte wenig zweckmässig. Die Verwendung des Stempels ist nur eine von mehreren Methoden, in den aufsteigenden Versionen von Photoshop sind verfeinerte, verbesserte Werkzeuge vorhanden. Die Überarbeitung der Haut hat wesentlichen Anteil an der späteren Ausstrahlung und Schönheit der gesamten Bildretusche bzw. Überarbeitung. Bei diesem Arbeitsschritt entsteht  ausserdem die stärkste virtuelle Verjüngung des Portraits.

Portrait Bildbearbeitung Makeover 1

3.
 Chirurgische Korrekturen an Nase und Kinn

Mit der Einstellung (Bild - Verflüssigen) werden nun chirurgische Eingriffe an der Nase und am Kinn vorgenommen. 
Auch bei Verwendung dieses Werkzeugs kann es leicht zu
ungewollten Verfremdungen des Portraits kommen, daher ist die genaue Voreinstellung bes. der Werkzeugspitzengröße und des Drucks von grösster Wichtigkeit. Es empfielt sich sehr hier ein wenig zu üben um keine Entstellungen oder Verzerrungen entstehen zu lassen. Übertreibungen kommen der Schönheit übrigens nicht sehr entgegen, lediglich eine leichte Annäherung an das Ideal des Goldenen Schnitts ist hierbei anzustreben. Die virtuelle Schönheits - OP erfordert mehr als nur Programmkenntnisse, ein gewisses Gefühl für Proportionen und Formen ist ebenso Voraussetzung.
Im Vorher-Nachher Effekt ist das Ergebnis dieser chirurgischen Korrektur gut zu sehen.

Portrait Bildbearbeitung Makeover 2

4.
Mund und Augenlid filtern

Mit der Einstellung (Filter - Scharfzeichnen) können die Augenlider separat nachgeschärft werden.
Die Ausgangs-Fotografie zeigte hier besondere Schwächen die nun separat, nach dem Erstellen einer Auswahl, ausgeglichen werden.
Es ist zweckmässig dies erst nach der Überarbeitung des Hauttons vorzunehmen da der Hautton nach der Grundüberarbeitung ggf. ebenso nachgeschärft werden muss. Das Werkzeug zum Schärfen ist aber mit Vorsicht einzusetzen, man sollte im Zweifel hier nichts übertreiben.
Da die Lippen auf der Fotografie etwas spröde und rissig wirken wurde hier mit dem Weichzeichnungsfilter leicht geschönt.

Portrait Bildbearbeitung Makeover 3


5.
Lippenstift auftragen:

Nach Erstellung einer Auswahl der Lippen wird hier über die Funktion Tonwertkorrektur die Färbung der Lippen angehoben. Diese Art der Korrektur ist nur eine von vielen Möglichkeiten, bringt hier aber einen recht natürlichen Effekt, es wurde ausserdem auf Konturierung und Lip-Gloss Effekte verzichtet.
Die Einstellungebene für das Lippen-Make-up ermöglicht in der Endbearbeitung umfassende Nachkorrekturen, es ist ausreichend vorläufig nur eine grundsätzliche Tonwertanhebeung vorzunehmen. Die Endgestaltung der Lippenstift-Farbe und der Intensität sollte dann mit dem restlichen Make-up abgestimmt werden.


Portrait Bildbearbeitung Makeover 4


6. Lidschatten auflegen:

Mit dem Airbrush-Werkzeug aus der Werkzeugleiste wird ein Lidschatten aufgetragen. Es empfielt sich auch hier eine Auswahl zu erstellen um die Partien ausserhalb des zu retuschierenden Bereichs zu schützen und den Lidschatten nicht in das Auge laufen zu lassen. Auch der Lidschatten sollte auf eine eigene Ebene gelegt werden um die Schttierung am Ende mühelos nachzubearbeiten und ebenso auf das übrige Make-Up abzustimmen.
Hier wurde ein einfaches Augen-Makeup gewählt und auf die Verwendung falscher Wimpern verzichtet um nicht zu stark von der Natürlichkeit abzuweichen.


Portrait Bildbearbeitung Makeover 5


7. Lidstrich Kajal:

Die Kajal-Linien können mit einem Pfad erzeugt werden (Pfadkontur füllen), weichere Auswahl erstellen. Hierzu einen Pfad um die Augen passgenau anlegen. In diesem Falle wurde Kajal lediglich dezent auf das obere Lid gelegt. Gerde der Lidstrich kann die Ausdrucksstärke der Augen stark unterstreichen, es entsteht ausserdem ein leichter Kontrast-Effekt der subjektiv die Augäpfel etwas heller erscheinen lässt.



Portrait Bildbearbeitung Makeover 6

8. Augenbrauen abdunkeln:

Zur Belebung des Gesichts bzw. Portraits können noch die Augenbrauen etwas abgedunkelt und damit nachgezeichnet werden. Auch hierzu kann über einen Pfad eine entsprechende Auswahl erstellt werden um passgenau arbeiten zu können.
Es empfielt sich die Farbe der Augenbrauen leicht dunkler als die Färbung des Haupthaares erscheinen zu lassen, dies ergibt einen reizvollen Effekt zur Betonung der gesamten Augenpartie.


Portrait Bildbearbeitung Makeover 7

9.
Hautton anpassen / überarbeiten:

Der rötliche Farbstich des Hauttons wird nun durch die Funktion Tonwertkorrektur ausgeglichen. Ebenso ist diese Korrektur auch über die Funktion Selektive Farbkorrektur möglich.
Gerade die heiklen Hauttöne stellen an die Bildschirmeinstellung hohe Anforderungen, eine Kalibrierung ist sehr anzuraten um keine verfälschten Farbeindrücke darzustellen.

Der Hautton ist generell für das Gelingen einer Portrait Retusche ausschlaggebend und sollte entsprechend sorgsam ausgeführt werden.



Portrait Bildbearbeitung Makeover 8


10. Fingernägel aufhellen:

Abschliessend können noch die Fingernägel aufgehellt werden, dies geschieht am Besten wieder nach Erstellung einer Auswahl über die Funktion Tonwertkorrektur. Es zeigen sich dadurch gewollt keine Nagellack-Effekte, ein natürlicher Eindruck der Fingernägel wurde hier gewünscht. Selbstverständlich sind auch zur Gestaltung der Fingernägel in Photoshop alle Möglichkeiten gegeben, dies wird dann in einem speziellen Tutorial dargestellt werden.

Portrait Bildbearbeitung Makeover 9


11. Endgestaltung:

Das nun fast fertige Bild kann nachkorrigiert und weiterbearbeitet werden. Eine Abstimmung der Hauttöne sowie aller anderen Elemente wird durch die Auswahl der einzelnen Ebenen uneingeschränkt und komfortabel möglich. 
Diese abschliessende Farbkorrektur ist für das Gesamterscheinungsbild des Portraits ausschlaggebend und es besteht jetzt ausserdem die Möglichkeit das Bild in mehreren Versionen auszuarbeiten und abzuspeichern. 
Es stellt sich ier sogar die grundsätzliche Frage ob überhaupt mit Make-Up in Form von Lidschatten gearbeitet werden sollte, ggf. ist die natürlichere Überarbeitung vorzuziehen, die Entscheidung hierzu liegt jedoch bei der portraitierten Person. Durch die Verwendung der Einstellungsebenen ist die zweifache Ausführung der Überarbeitung, also Geschminkt und ungeschminkt, mühelos möglich. Auch wenn das Arbeiten auf Ebenen und das Verwenden von Einstellungsebenen mühsam erscheinen mag ist es für die künstlerische Endgestaltung von großer Bedeutung. Das so entstandene Makeover bleibt sachlich trotz starker Retusche-Effekte.


Das Ergebnis im Vorher-Nachher Effekt:

Der Charakter und Ausdruck des Models wurde stark überarbeitet, die Wiedererkennung ist aber erhalten geblieben. Es ergibt sich eine positive Veränderung des Images der Person, ebenso eine Verjüngung. Die Verwandlung eines Schnappschusses in ein vorzeigbares, ansprechendes Schnappschuss-Portrait.

Tutorial Photoshop
Vorher-Nachher:  Bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild

Portrait Makeover Retusche
Tutorial Photoshop
                     
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